Vellmar-Nord: Wachstum verantwortungsvoll gestalten

Stadtentwicklung bedeutet, heute Entscheidungen zu treffen, die auch morgen noch tragen. Für mich war das Baugebiet Vellmar-Nord deshalb kein Selbstzweck, sondern eine bewusste Antwort auf konkrete Herausforderungen: steigende Wohnraumnachfrage, Klimaschutz und soziale Ausgewogenheit.

Mein Anspruch war von Beginn an klar: Wachstum ja – aber nicht um jeden Preis.

Klimaschutz mit Alltagstauglichkeit verbinden

Vellmar-Nord wird nicht nach überholten Standards entwickelt. Auf meine Initiative wurde im Bebauungsplan ökologische Vorgaben verankert, die Umwelt- und Klimaschutz mit langfristiger Bezahlbarkeit verbinden.

Dazu gehören:

  • ein hoher energetischer Standard, der den Energieverbrauch senkt und langfristig Kosten reduziert,
  • eine moderne, zukunftsfähige Wärmeversorgung ohne fossile Abhängigkeiten,
  • sowie klare Vorgaben zur Durchgrünung des Quartiers, etwa durch Baumpflanzungen, ökologische Ausgleichsflächen und den Verzicht auf Schottergärten.

Ziel ist ein Wohngebiet, das nicht nur gebaut wird, sondern lebenswert bleibt – auch in Zeiten des Klimawandels.

Faire Vergabe statt Spekulation

Ein neues Baugebiet muss für möglichst viele Menschen zugänglich sein. Deshalb haben ich bewusst gegen spekulative Modelle und für ein transparentes, rechtssicheres Vergabeverfahren entschieden.

Die Vergabe der Bauplätze erfolgt nach klaren Kriterien auf Grundlage der Bauplatzvergaberichtlinie und wird weitgehend digital umgesetzt. So wird Nachvollziehbarkeit gewährleistet und Willkür vermieden.

Ein wichtiger Baustein ist zudem das Erbbaurecht, das in Zusammenarbeit mit der Kirche ermöglicht wird. Es eröffnet auch Familien mit geringerem Eigenkapital die Chance auf ein eigenes Zuhause. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, die Grundstückspreise trotz gestiegener Kosten in einem fairen Rahmen zu halten.

Wachstum braucht Ehrlichkeit

Vellmar wächst – und das bringt Veränderungen mit sich. Mehr Menschen bedeuten mehr Bedarf an Kitas, Schulen, Infrastruktur und Nahversorgung. Diese Zusammenhänge offen zu benennen, ist Teil verantwortungsvoller Politik.

Wer Stadtentwicklung grundsätzlich ablehnt, blendet aus, dass Stillstand ebenfalls Folgen hat: steigende Mieten, Abwanderung junger Familien und weniger Gestaltungsspielraum für die Stadt.

Ich stehe als Bürgermeister deshalb zu Vellmar-Nord – nicht aus Ideologie, sondern aus Verantwortung.

Mein Standpunkt

Vellmar-Nord zeigt, dass Stadtentwicklung ökologisch, sozial und zukunftsorientiert gestaltet werden kann, wenn man bereit ist, abzuwägen und Entscheidungen zu erklären. Nicht alles ist konfliktfrei. Aber Nichtstun wäre die schlechtere Alternative.

Ich setze auf eine Stadt, die wächst, ohne ihre Werte zu verlieren – und die auch kommenden Generationen gute Lebensbedingungen bietet.